Berliner Frauenporträts
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Über die Köchin

"ich betrachte das vorhandene als fülle und schöpfe daraus." Als Schülerin

"ich betrachte das vorhandene als fülle und schöpfe daraus." (sibil)

Kochen als Kunst in einem Galeriegebäude

 

Nach Berlin zu kommen, dort zu studieren und zu arbeiten, Neues kennenzulernen. Das war der Impuls der ihren weiteren Weg bestimmt hat. Zürich verlassen, die Schweiz zu verlassen und sich einen anderen Wind um die Nase wehen zu lassen.

Die Köchin ist eine Ästhetin der Sinne und Formen. Ein Rettich-Salat - zum Beispiel -  wird bei ihr zu einem gestalteten Ereignis, dünne Scheiben von schwarzem und rotem Rettich und Äpfeln  ergeben in der Summe einen Blick auf ein kalligraphisches Gebilde. Das Auge wird gelockt und als erstes gesättigt. Der Geschmack des Essens erfreut auch über das Aussehen

Ein gut ausgestattetes Küchenreich im Obergeschoss des Gebäudes einer Galerie in  Berlin-Mitte ist ihr Arbeitsplatz. Von ihrem Wirkungsbereich blickt sie auf den künstlerisch gestalteten Essbereich. So ist hier nicht nur das Kochen von künstlerischem Anspruch geleitet, sondern auch das Interieur. Am Tage meines Besuches kocht die gebürtige Zürcherin einen Kartoffel-Paprika-Eintopf, zu dem sie einen Rettich-Salat reicht und einen Salat mit Aprikosen. Weiteres gibt es immer wieder, damit das Essen abwechslungsreich bleibt.  Den Tag zuvor gab es Rote-Bete-Salat mit Hirse und schwarzem Quinoa, dazu Polenta. Der gute Geschmack der Gerichte wird nicht nur durch die Schönheit des Aussehens beeinflusst, frische Gewürze, Pilze und der aromatische Duft angebratener Zwiebeln runden das Ensemble der Ingredienzen ab.

Im Durchschnitt werden täglich 25 Mitarbeiter von ihr bekocht. Sie nehmen regelmäßig das Angebot der hauseigenen Küche an.

Sie ist Köchin aus Überzeugung und Leidenschaft. Sie nimmt für ihre Küche Pflanzen aus der Region. Essen kann nicht nur glücklich machen, es kann es kann auch der Gesundheit dienen. Das liegt der Köchin am Herzen: Freude und Gesundheit.  Sie erreicht diese mit Phantasie bei der Zubereitung und Blick auf die Zutaten. Ihre Küche ist beispielhaft, so wir ihr Arbeitsplatz beispielhaft ist.

Eine Kaffeemaschine bedient die Trinkfreuden der Kaffeeliebhaber, vom Espresso über den Cappuccino bis hin zum Latte Macchiato. In den Regalen der Vorratskammer lagert eine Menge dunkler Schokolade und wartet auf die Umwandlung in schmackhaften Nachtisch. Süßes ist nicht verboten in diesem Hause der Kunst, so lange es in Maßen genossen wird.

Bevor die Köchin aus Neigung sich diesen Arbeitsplatz aussuchte, betrieb sie vier Jahre lang mit einem Partner ein Restaurant. Davor studierte sie in Weißensee an der Kunsthochschule. Und vor ihrem Studium in Berlin lernte sie in Zürich den Friseurberuf. Der war kurze Zeit ihr Brotberuf.  Sie lebt in Berlin Mitte, in einem der angesagten Stadtteile  Berlins.

 

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